Actros und Arocs im Einsatz beim Hartsteinwerk Kitzbühel

Wirtschaft & Logistik

Steinharte Touren.

Ein Steinbruch in Tirol setzt bei seinen Transporten auf eine kleine Flotte Mercedes‑Benz Trucks.


„Das Beste rausholen. Das Beste geben.“ Der Leitspruch des Hartsteinwerks Kitzbühel (hwk) in Oberndorf in Tirol ist nicht nur für den Betrieb treffend, sondern auch für die drei Mercedes‑Benz Trucks, die dort tagtäglich im Einsatz sind und sich über das imposante Areal inmitten der Bergwelt bewegen.


Das dunkle Vulkangestein Diabas gibt dem Steinbruch eine ganz eigene Atmosphäre. Markus Cervinka, der Enkel des Firmengründers, erzählt stolz, dass der Steinbruch des Öfteren als Filmlocation in Szene gesetzt wird und auch die Mercedes‑Benz Offroad Experience hier schon zu Gast war.

Aus dem Steinbruch werden täglich Tonnen von Gestein abtransportiert und verarbeitet. Ein Arocs 4-Achser mit Meiller-Kipper, der in der firmeneigenen Werkstatt des Hartsteinwerks Kitzbühel aufgebaut wurde, ist im klassischen Baustellenverkehr im Einsatz. Darüber hinaus gehören eine Actros Zugmaschine mit Muldenauflieger und ein weiterer Actros mit Siloauflieger zum Fuhrpark, um die unterschiedlichen Körnungen – von grobem Gleisschotter über feinen Sand bis hin zum Urgesteinsmehl Biolit zu bewegen.



Seltene Lagerstätte.

Nicht nur das Hartsteinwerk Kitzbühel selbst ist eine Besonderheit für sich, ebenso die Gesteinslagerstätte, die in dieser Form selten vorzufinden ist. Außergewöhnlich ist zum Beispiel das Vulkangestein Diabas. Diabase sind so etwas wie die „älteren Brüder“ der Basalte. Das heißt, sie verdanken ihre Eigenschaften einer schwach metamorphen Umwandlung von Basalten, die vor etwa 440 Millionen Jahren untermeerisch ausgeflossen sind und im Zuge der Gebirgsbildung an die Oberfläche traten. 1955 startete Franz Cervinka mit dem Abbau des Diabas-Gesteins und gründete das Unternehmen, das noch heute im Familienbesitz ist. Mittlerweile liefert der Steinbruch auch klassische Produkte wie Gleisschotter, Edelsplitte für Asphalt, Zuschläge für Beton und Schüttmaterialien.

Markus Cervinka saugt das Wissen rund um die Unternehmensentwicklung und der vorherrschenden Geologie auf und gibt es mit Begeisterung weiter. So berichtet der 22-Jährige vom Urgesteinsmehl Biolit, welches ebenfalls im Betrieb hergestellt wird. Dieses Gesteinsmehl, das in der Gesteinsaufbereitung zuerst als Restprodukt abgetan wurde, enthält hochwertige Hauptnährstoffe und Spurenelemente für die landwirtschaftliche Bodenaufbereitung. Diese Erkenntnis wurde eher zufällig gewonnen, jedoch mit Weitsicht geprüft und weiterentwickelt. Inzwischen wird Biolit in der Landwirtschaft etwa als Güllezusatz erfolgreich eingesetzt, um den Boden nachhaltig mit Nährstoffen zu versorgen.


„Beim Lkw-Kauf müssen vor allem folgende drei Anforderungen erfüllt werden: Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Wiederverkauf.“

– Josef Thaler, Werkstatt- und Serviceleiter im Hartsteinwerk Kitzbühel



Wenn die Bodenfreiheit knapp wird.

Hier kommt auch der Actros des Steinwerks zum Einsatz. Mit dem auffällig gestylten Siloauflieger tritt der Sattelzug als blühende Landschaft in Erscheinung – ein absoluter Hingucker auf der Straße. Gleich mehrere Fahrer sind mit dem Gespann unterwegs. Sie bringen das Biolit direkt zu den landwirtschaftlichen Betrieben. Die Zufahrten zu den Bauernhöfen sind mit dem Siloauflieger so manches Mal eine Herausforderung. Um die Bodenfreiheit gegebenenfalls zu erhöhen, ist der Actros mit Luftfederung ausgestattet.

Der Lkw liefert das Biolit in ganz Österreich, im süddeutschen Raum, in der Schweiz und in Italien aus.



Josef Thaler ist Werkstatt- und Serviceleiter im Hartsteinwerk Kitzbühel. In der betriebseigenen Kfz-Werkstatt werden nicht nur die eigenen Fahrzeuge serviciert, auch externe Personen und Betriebe können diese Leistung in Anspruch nehmen. Alle Fahrzeuge und Baumaschinen können zudem vermietet werden – im Winter sind sie meist bei der Schneeräumung und beim Streudienst im Einsatz.

Mit den Trucks von Mercedes‑Benz ist Josef Thaler momentan sehr zufrieden. „Beim Lkw-Kauf müssen vor allem folgende drei Anforderungen erfüllt werden: Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Wiederverkauf.“ Nur einer von weiteren Vorteilen: Die Fahrer sind äußerst angetan vom Komfort, den der Actros bietet. Denn es sind nicht nur Tagestouren, oft sind sie auch länger unterwegs.



Fotos: Markus Kohlmayr
Video: Jonathan Forsthuber (Peak Motion Films)

4 Kommentare