Dolo Trans Olimp stemmt internationale Transporte mit einer Flotte von Actros

Wirtschaft & Logistik

Car Guys.

Die Autoindustrie in Osteuropa läuft auf Hochtouren. Hersteller und Zulieferer haben dort wichtige Standorte. Als idealer Transportpartner profitiert der rumänische Logistikdienstleister Dolo Trans Olimp vom Boom.

Made in Pitești. Raluca und Cristian Dolofan kommen beide aus der Stadt, in der sich vieles um die Automobilindustrie dreht.

Das Foyer beherbergt gleich ein Stück Firmengeschichte. Auch wenn das Autotransport-Unternehmen Dolo Trans Olimp (DTO) noch recht jung ist, wird hier Wert auf Tradition gelegt. Betritt man die Firmenzentrale im rumänischen Pitești, 120 Kilometer nordwestlich von Bukarest, wandern die Augen direkt zur schwarzen Front eines Actros der ersten Generation.

„Als wir vor sieben Jahren anfingen, war das einer unserer ersten Trucks. Insgesamt hatten wir damals acht Lkw“, sagt DTO-Geschäfsführer Cristian Dolofan. Der Chef hat eine ganz persönliche Verbindung zu den Fahrzeugen, fuhr er sie damals doch regelmässig noch selbst.

Seitdem schreibt DTO eine Erfolgsgeschichte. Von Anfang an setzte Dolofan dabei konsequent auf die hochwertigste und innovativste Ausrüstung. „Wir fahren mit den besten Trucks und den für uns besten Trailern“, sagt der Firmenchef und klopft auf das solide Blech des schwarzen Fernverkehrs-Klassikers aus Wörth. Die Front des Actros an der Wand der Eingangshalle soll auch ein Statement sein. „Premiumqualität und die Effizienz unserer Fahrer machen uns extrem leistungsstark – stärker als viele Mitbewerber“, so Dolofan.



„Effizienz“ ist neben „Qualität“ auch so ein Wort, das der Unternehmer immer wieder einfliessen lässt: „Arbeiten wir nicht effizient, nutzen uns die besten Fahrzeuge und die besten Kunden nichts.“ Er öffnet die Tür zu einem Büro, in dem ein Mitarbeiter am Computer sitzt. Der Mann wertet hier die Fleetboard-Daten der Lkw aus. Das Unternehmen schult seine Fahrer selbst. Neben der Einhaltung hoher Qualitätsstandards geht es in der DTO-Flotte besonders um verbrauchsoptimiertes Fahren. Dolofan: „Das ist ganz klar eine der wichtigsten Massnahmen, um effizient zu sein.“

Ausser den Pförtnern und dem Beauftragten für die Fleetboard-Daten sind der Unternehmer und seine Frau Raluca heute beinahe allein in der Firma, die in einem Gewerbegebiet vor den Toren Piteștis angesiedelt ist – es ist ein Feiertag in Rumänien.


Wo vieles zusammenläuft. Am Tag nach dem Feiertag ist in der Dispo Hochbetrieb. Die neuen Büros sehen noch recht karg aus. Telefone klingeln trotzdem.
Wo vieles zusammenläuft. Am Tag nach dem Feiertag ist in der Dispo Hochbetrieb. Die neuen Büros sehen noch recht karg aus. Telefone klingeln trotzdem.
Der erste Actros. Das Foyer der Firmenzentrale in Pitești: „Wir wollen immer sehen, wie wir angefangen haben“, sagt Raluca Dolofan über die Deko im Eingangsbereich.
Der erste Actros. Das Foyer der Firmenzentrale in Pitești: „Wir wollen immer sehen, wie wir angefangen haben“, sagt Raluca Dolofan über die Deko im Eingangsbereich.
390 moderne Lkw sind für Dolo Trans Olimp unterwegs. Weitere 100 neue Actros sollen die Flotte dieses Jahr ergänzen.
390 moderne Lkw sind für Dolo Trans Olimp unterwegs. Weitere 100 neue Actros sollen die Flotte dieses Jahr ergänzen.

Cristian Dolofan blickt schmunzelnd zum Parkplatz. „Kommt nicht oft vor, dass so viele Lkw auf dem Hof stehen. Heute sind die meisten Fahrer bei ihren Familien.“ Die Actros von DTO sind in weiten Teilen Europas unterwegs. 390 Lkw, zumeist Actros 1843 der aktuellen Generation, transportieren Fahrzeuge von vier Automobilherstellern. Schon bald sollen weitere 100 Actros den Fuhrpark ergänzen.

Von Anfang an setzte DTO auf die Automotive-Sparte. Dolofan: „Für mich war gut, dass ich schon vor der Gründung im Auto-Import-Geschäft meines Onkels Erfahrungen sammeln konnte. So wusste ich, worauf es ankommt.“ 2017 transportierten die Trucks von DTO 200.000 Fahrzeuge. 2019 werden es wohl 300.000 werden. „Wir erleben im Markt einen positiven Trend und denken, dass er in den kommenden Jahren stabil sein wird.“



Zentrum der rumänischen Autoindustrie.

In der Nähe des Firmensitzes in Pitești sind grosse Teile der rumänischen Autoindustrie angesiedelt. Der Ort in der Walachei ist zudem die Heimatstadt von Cristian Dolofan und seiner Frau. Nach dem Studium in Bukarest zog es sie zurück. „Pitești ist nicht nur unsere Heimat, es ist auch für unser Geschäft der richtige Standort“, sagt Raluca Dolofan, die nun vor einer Europakarte steht und erklärt, wo das Unternehmen aktiv ist. „Wir unterhalten zum Beispiel einen weiteren Standort im ungarischen Kecskemét, an dem Daimler die B-Klasse, die A-Klasse und Modelle des CLA produziert.“


Moderne Flotte. Für die Dolo Trans Olimp-Flotte fahren 390 Lkw, meist Actros der aktuellen Generation. Der Fuhrpark soll dieses Jahr um 100 erweitert werden.

„Arbeiten wir nicht effektiv, nutzen uns die besten Fahrzeuge und die besten Kunden nichts.“

– Cristian Dolofan, Geschäftsführer von Dolo Trans Oimp in Pitești


Für den Export sind die Trucks hauptsächlich von Rumänien und Ungarn aus nach Deutschland, Italien und in die Benelux-Länder unterwegs. „Bei Importen kommen die grössten Mengen aus Deutschland und Frankreich.“ Cristian Dolofan ist in seinem Büro angekommen. Sein Schreibtischstuhl ist aus einem Rennsitz gefertigt. Der Unternehmer ist autobegeistert. Im Raum stehen Modelle von Trucks, Sportwagen und Limousinen. Auf einem Regal thronen Pokale. Er fährt selbst Rallye und sponsert ein Racingteam. „Wir sind Car Guys“, gibt Dolofan zu.

Bei DTO gibt es viele leidenschaftliche Auto-Fans. „Was wir hier machen, ist für uns nicht nur ein Job. Autos und Trucks sind auch ein Hobby. Fahrzeuge machen uns einfach Spass.“ Seinen Lkw-Führerschein erwarb Dolofan gleich zusammen mit der Pkw-Fahrerlaubnis. „Das war eine gute Entscheidung. Ich dachte damals: ‚Man weiss ja nie, wann man ihn braucht.‘“


Fotos: Alexander Tempel

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