Mercedes-Benz Arocs im Langholztransport bei Holz-Krause

Arocs

Spezialist im Spezialeinsatz.

Stuttgart/Lamspringe – 20 Tonnen schwer, 22 Meter lang – Baustoff-Transport der besonderen Art. Dieter Krause ist mit Langholz unterwegs, dem Grundstoff für vielerlei Einsätze im Bau, am Bau und um den Bausektor herum. Dieter Krause ist Inhaber eines Transportunternehmens, das sich komplett der Logistik rund um den Naturwerkstoff verschrieben hat.

Der Mercedes-Benz Arocs 2658 L 6×4 beim Abladen von Langholz.

Seit bald 50 Jahren ist Krause im Holzgeschäft unterwegs. Erst mit Fällarbeiten, im Holzhandel und dann auch als Rücker, also als Transporteur gefällter Bäume im Wald. Dabei kam zunächst der Unimog zum Einsatz, später zwei MB-Trac. Die Bindung zu den Fahrzeugen mit dem Stern am Kühlergrill hat der Holzfachmann auch beibehalten, als er sein Geschäft in den 1990er-Jahren mehr und mehr auf den Transport von langem und kurzem Holz verlagerte.

Viel mehr Fahrkomfort dank Luftfederung.

Heute sind zwei schwere 33-Tonner aus der ersten Actros-Generation bei Dieter Krause im Langholz-Einsatz. Und seit kurzem ergänzt ein Mercedes-Benz Arocs den Krause-Fuhrpark, der zudem zwei Kurzholzzüge umfasst. Der selbstfahrende Unternehmer hat sich bei seinem neuen Langholzzug für einen Dreiachser mit 26 Tonnen zulässiger Gesamtmasse für den Solowagen entschieden. Zum 40-Tonnen-Langholzzug wird der 2658 durch einen Doll-Selbstlenkanhänger.

„Mit der Luftfederung genieße ich einen Fahrkomfort, den die früheren Blattfederwagen einfach nicht bieten können“, schwärmt Krause von der Luftfederung seines Arocs 2658 L 6×4. Auch die Nutzlast des eher für gewichtsakkurate Normal-Einsätze konzipierten Fahrzeugs war für Krause wichtig.

Mercedes PowerShift bewährt sich im Wald und auf der Straße.

Einen weiteren großen Vorteil sieht der 68 Jahre alte Unternehmer im Bedienkomfort seines neuen Langholzfahrzeugs: „Im Arocs ist die Schaltautomatik Mercedes PowerShift 3 serienmäßig – ich habe mich sehr schnell an das Fahren und das Rangieren im Gelände ohne Kupplungspedal gewöhnt. Vor allem aber bin ich die ganze Schalterei auf der Straße jetzt los“. Denn die „Schalterei“ hat auch im Langholztransport in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. „Ganz einfach deshalb, weil wir heute viele längere Distanzen aus dem Wald in die Sägewerke zurücklegen müssen“.

So kalkuliert Krause für seinen Neuwagen heute mit gut 300 Kilometern je Einsatztag, bis zu 80.000 Kilometer im Jahr. Neben den immer längeren Transportdistanzen ist Dieter Krause auch die Off-Road-Tauglichkeit seines Transportgeräts wichtig. „Mit dem 6×4-Antriebstandem und den Längs- und Quersperren komme ich hier in Südniedersachsen überall durch“, sagt der in Lamspringe ansässige Transportprofi.


Reichlich Zugkraft aus Hubraum und Turbocompound-Technik.

In den Einsätzen, die Dieter Krause mit seinem Arocs absolviert, bietet bereits die serienmäßig installierte Antriebstechnik alles, was der Langholz-Trucker braucht – schließlich wurde die Arocs-Fahrzeugfamilie von Beginn an für schwere Einsätze rund um den Baustofftransport konzipiert. Der großvolumige Sechszylindermotor OM 473 mit 15,6 Liter Hubraum und Turbocompound-Technik liefert 425 kW (578 PS) bei 1.600/min und zieht mit seinen 2.800 Nm bei 1.100/min ganz tief aus dem Drehzahlkeller. Darauf optimal abgestimmt arbeitet das Zwölfgang-PowerShift-Getriebe und legt die Gangstufe ein, die dem bulligen Charakter der Maschine am besten entspricht.

„Den Achtzylinder vermisse ich überhaupt nicht“, spielt Dieter Krause auf den jüngst vollzogenen Generationswechsel bei den großen Mercedes-Motoren an. „Viel mehr freue ich mich über das komfortable Fahrerhaus.“ Er hätte gerne die nächstgrößere Ausführung genommen, aber die baut noch etwas höher als die ClassicSpace-Kabine. „Das passt nicht zum Kranausleger, den ich bei voller Beladung über die Kabine falten muss“, erklärt der Holzfahrer, der zugleich sein eigener Holzkranfahrer ist.

Neues Topmodell als Jubiläumszug in Planung.

Schon diese Option verlangt nach einem Kunstgriff. Den leistet der Umbau-Partner Bickel (und schafft in der Dachmitte einen Dachausschnitt, der den Kranausleger aufnimmt. „Bei meinem nächsten Arocs ist das nicht mehr nötig“, berichtet Krause von seinen Investitionsplänen. „Das wird ein Kurzholzzug. Der hat einen Heckkran, die Kabinenhöhe ist dann nicht mehr beschränkt.“

Dass er den Arocs mit der Spitzenmotorisierung von 460 kW (625 PS) bestellen will, erwähnt der stolze Holztransunternehmer beiläufig schmunzelnd. Klingt nach Traum-Truck zum 70. Geburtstag des Transportprofis in Sachen Holz. Und nach einem feinen Vorzeige-Lastwagen zum 50-jährigen Firmenjubiläum bei Holz-Krause.

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