RoadStars goes „français“

RoadStars auf Französisch

Neuer RoadStars-Markt: Frankreich.

Wir freuen uns, einen neuen RoadStars-Markt vorstellen zu dürfen: Frankreich. Doch was macht eigentlich Frankreich aus?

Die Viaduc de Millau ist, mit 2460 m, die längste Seilbrücke der Welt. In einer Höhe von bis zu 240 m fährt man über das Tal des Tarn.

Mit Baskenmütze und Baguette durch Paris.

So stellt man sich doch den typischen Franzosen vor. Aber Frankreich hat mit seiner Natur und Kultur deutlich mehr zu bieten und überzeugt in vielen Punkten als facettenreiches Land.

Frankreich ist das flächengrößte Land in Westeuropa und grenzt an Andorra, Belgien, Deutschland, Italien, Luxemburg, Monaco, Spanien und die Schweiz. Der Eurotunnel, mit ca. 51 km der längste Unterwassertunnel der Erde, verbindet das Land mit Großbritannien.

Frankreich ist durch die Vielfalt der Natur und Kultur eines der beliebtesten Reiseziele. Ob Strandurlaub an der Côte d‘ Azur, ein Städtetrip nach Paris oder ein Skiurlaub auf dem Mont Blanc – für jeden ist etwas dabei. Fernab der Großstädte kommen auch Wanderbegeisterte auf ihre Kosten. Vorbei an rauschenden Bächen und blau-violetten Lavendelfeldern geht es in idyllische Dörfchen.

Egal wie oft man Frankreich besucht, man wird immer wieder Neues und Interessantes erleben.


Passage de Gois, Fahren auf Zeit.

© philippe Devanne – Fotolia.com

Die Passage de Gois ist eine ehemalige Nationalstraße und verbindet die Insel „Noirmoutier-en-l’Île“ mit der Küste Frankreichs. Vor Inbetriebnahme der Brücke von Noirmoutier, im Jahr 1971, war dies die einzige Möglichkeit, die Insel zu erreichen.

Das Kuriose allerdings: Die Straße steht regelmäßig unter Wasser.
Die an der Atlantikküste liegende Passage de Gois ist nur gezeitenabhängig nutzbar und zweimal täglich komplett versunken. Bei Flut ist die Straße um die zwei bis drei Meter mit Wasser bedeckt. Bei extremen meteorologischen Bedingungen kann die Straße sogar bis zu 4,5 Meter unter dem Wasser liegen. In Frankreich gibt es noch weitere solcher Straßen, doch die Passage de Gois ist mit 4,5 km Länge eine der Längsten dieser Art.


Der Boulevard Périphérique in Paris.

© Thomas Launois – Fotolia.com

Der Boulevard Périphérique in Paris ist die meistbefahrenste Straße der Welt. Rund ein bis zwei Millionen Fahrzeuge fahren täglich auf der 35 Kilometer langen Stadtautobahn mit ihren bis zu 8 Fahrstreifen. Da es zu Stoßzeiten zu einer erhöhten Verkehrsdichte kommen kann, ist das Tempolimit auf 70 km/h beschränkt.

Der Boulevard ist eine sogenannte Ringautobahn und besteht aus 2 getrennten Fahrbahnringen: Der innere Ring verläuft im Uhrzeigersinn um Paris herum, der äußere verläuft entgegengesetzt. Man spricht hier von: „Périphérique intérieur“ (innen) und von „Périphérique extérieur“ (außen).


Im Oktober 2015 haben wir hier schon von einem ganz besonderen Atego berichtet. Jeden Tag geht sein Weg von Auray in das 5 Stunden entfernte Paris.

Secret Places Oktober 2015


Lkw Maut in Frankreich.

Da auch die Autobahnen in Frankreich von verschiedenen Gesellschaften bewirtschaftet werden, sind einige von ihnen mautpflichtig. Die Höhe der Mautgebühr richtet sich nach der Fahrzeuggröße und der Anzahl der gefahrenen Kilometer. Im Internet findet man hierzu viele Seiten, auf denen man die Mautkosten in Frankreich kalkulieren kann.

Die Mautgebühr kann bar, mit Kreditkarte oder via Télépéage bezahlt werden (einem System zur elektronischen Erfassung der Mautgebühr, bei dem eine kleine Box mit Computerchip in das Fahrzeug montiert wird. Passiert das Fahrzeug eine Mautstation, wird dies automatisch registriert und die Gebühr vom hinterlegten Konto abgebucht.).


Avenue des Champs-Élysées: Umgangssprachlich auch „Les Champs“ genannt ist 70 m breit und fast 2.000 m lang. Sie ist eine der bekanntesten Straßen in Paris.
Avenue des Champs-Élysées: Umgangssprachlich auch „Les Champs“ genannt ist 70 m breit und fast 2.000 m lang. Sie ist eine der bekanntesten Straßen in Paris.

Weitere Informationen für den Straßenverkehr in Frankreich.

Fahranfänger.
Fahrer, die ihren Führerschein noch keine 2 Jahre besitzen, haben in Frankreich gesonderte Geschwindigkeitsbegrenzungen: Außerhalb von Ortschaften dürfen sie maximal 80 km/h, auf Schnellstraßen 100 km/h und auf Autobahnen 110 km/h fahren.

Sonderregelungen bei Witterung.
Bei Regen und anderen Niederschlägen muss die Geschwindigkeit angepasst werden. Auf Landstraßen wird das Tempo auf 80 km/h und auf Autobahnen auf 110 km/h gedrosselt.

Warnwestenpflicht in Frankreich.
Seit Juli 2008 gibt es eine Warnwestenpflicht. Jedes Fahrzeug muss mindestens eine reflektierende Warnweste mit dem Kontrollkenneichen EN 471 mitführen. Verlässt ein Fahrer, zum Beispiel nach einem Unfall, das Auto ohne die Warnweste, riskiert er eine Geldstrafe von mindestens 90 Euro.

Parkverbot und Farbahnmarkierungen.
In Frankreich sollte man, bevor man sein Fahrzeug parkt, den Fahrbahnrand beachten. Gelbe, durchgezogene Streifen am Fahrbahnrand stehen für ein absolutes Halteverbot. Gestrichelte Linien für ein Parkverbot und an blauen Linien ist das Parken nur für Berechtigte mit entsprechender Parkscheibe gestattet. Weiße Pfeile zwischen zwei Fahrbahnen weisen außerdem auf das Ende einer Leitlinie hin. 


Fakten über Frankreich.

  • In Paris gibt es nur ein einziges Stoppschild
  • Ampeln wechseln nach Rot sofort auf Grün
  • Trotz roter Ampel darf man abbiegen, wenn es einen gelb blinkenden Pfeil an der Ampel gibt
  • An Ampeln gibt es keine Haltelinie, man orientiert sich an der kleinen Zusatzampel auf Augenhöhe
  • Auf schmalen Bergstraßen hat immer das bergauf fahrende Fahrzeug Vorfahrt
  • Auf dreispurigen Straßen dürfen Gespanne über 3,5 t bzw. Gespanne, die länger als 7 m sind, ausschließlich die zwei rechten Fahrspuren benutzen
  • Ein Rotlicht in Kreuzform auf der gegenüberliegenden Straßenseite bedeutet, dass der entgegenkommende Verkehr „Rot“ hat

Header picture: © Tour Eiffel – illuminations Pierre Bideau.