Bodenständig: Actros mit Anfahrhilfe HAD

Fahrzeug & Technik

Aus dem Wald.

Eduard Illmaier transportiert Langholz. Er ist dabei auf Autobahnen genauso wie auf Forstwegen unterwegs. Die Anfahrhilfe Hydraulic Auxiliary Drive (HAD) bietet ihm bei Bedarf zusätzliche Traktion.

Im Fernverkehr zu Hause: der Actros. Für das kleine Stück unbefestigten Weg ist HAD die überzeugende Lösung.

Gleich wird es holprig. 20 Minuten hat Eduard Illmaier mit seinem Actros auf der Landesstraße 20 gebraucht. Sein erstes Ziel für heute, einen Holzlagerplatz an der Grenze zwischen Steiermark und Niederösterreich, hat er fast erreicht. Die Zufahrt zur Ladestelle, wo er seinen Auflieger mit 30 Festmeter Holz beladen wird, ist unbefestigt, rutschig und steil. „Aufgepasst!“, sagt Eduard. Er aktiviert am Armaturenbrett die zuschaltbare Anfahrhilfe Hydraulic Auxiliary Drive (HAD) und drückt aufs Gas. Das HAD-Symbol im Display leuchtet blau – ein Zeichen dafür, dass nun die hydraulischen Radnabenmotoren des Systems eine zusätzliche Leistung von bis zu 40 kW pro Rad an die Vorderachse des Actros bringen. In Kombination mit der Schaltautomatik Mercedes PowerShift 3 sorgt HAD so auch auf diesem Terrain und selbst auf schlammigen und steilen Forst- oder Zufahrtswegen für ordentliche Traktion. „Ich schalte es immer dann ein, wenn die Antriebsachse ihren Halt zu verlieren droht“, sagt Eduard. Klingt nach Allrad, ist es aber nicht. HAD kombiniert vielmehr die Vorteile eines Allrads mit einem klassischen Antrieb. Im Vergleich zum permanenten Allradantrieb ist das System 500 Kilogramm leichter, gegenüber dem zuschaltbaren 350 Kilogramm. Außerdem gibt es keine mechanische Verbindung zur Vorderachse. So kann HAD auch beim Verbrauch deutlich punkten.

2 Kommentare

Gelöschter Benutzer
Schöne Landschaft, schöner Lkw - kurzum, schönes Video. Was uns am neuen Actros und auch Arocs stört, ist die verhältnismäßig niedrige Bodenfreiheit und die Gesamthöhe. Bei einem Langholz-Lkw muss ein Stück aus dem Führerhaus ausgeschnitten werden, dass das Fahrzeug mit Ladekran auf dem Dach nicht zu hoch wird. Wir fahren im Kurzholztransport aktuell einen Actros MP3 mit L-Fahrerhaus und starrer 9to Vorderachse. Die Bodenfreiheit ist super und von der Höhe her geht es im Wald gerade noch so. Aber beim neuen Actros oder auch Arocs ist die Gefahr wirklich sehr groß, dass man sich am Führerhaus gleich ein paar Beulen einholt, weil der Lkw insgesamt einfach zu hoch ist. Ein Plus für den neuen Actros ist das Interieur. Wenn die Lenkradposition jetzt noch so frei wählbar wäre wie beim Scania oder beim neuen Volvo, wäre er wirklich perfekt.
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Das stimmt, hoch sind die schon gebaut. Aber die Sitzposition find ich schon OK,das Lenkrad ist zwar nicht ganz so steil wie ein Scania, aber ich hab keine
Probleme damit. War der MP3 nicht schlecht, aber mein Arocs ist Super. Vor allem die Lenkung, schön direkt, kein Vergleich gegenüber ältere Actrose.
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