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Containergeschäft: Spinelli hat 50 neue Actros 1845

Wirtschaft & Logistik

Container-Innovator.

Die Spinelli-Gruppe aus Genua realisiert die gesamte Container-Transportkette zu Lande – vom Hafenkai bis zum Empfänger. Um dabei höchste Produktivität zu wahren, hat der Konzern 50 Actros 1845 LS mit Euro VI angeschafft.

Keine Zeit zu verlieren. Wie hier am intermodalen Terminal von Arluno bei Mailand ist es wichtig, dass Container schnell weitertransportiert werden – Spinelli verfügt dafür über die geeignete Flotte.

Der Containertransport in Italien boomt – das zeigt der neue Umschlagrekord im Hafen von Genua, der die Schwelle von zwei Millionen TEU überschritten hat. Der ligurische Hafen ist – trotz der Schwierigkeiten, die Berge zu überwinden, die die Stadt sozusagen gegen das Meer drücken – der führende Containerumschlagplatz zwischen Meer und Land geworden. Ihren geografischen Nachteil versuchen die Genuesen seit jeher mit Durchhaltevermögen und Innovationen zu überwinden.

Die Bahnlinie Turin–Genua wurde im Jahr 1848 eingeweiht. Sie war ein kolossales Bauwerk mit einem Tunnel, der damals der längste der Welt war: Auf 3.260 Metern unterquerte er den Giovi-Pass. Auch was die Straßen anbelangt, war Genua ein Pionier im Verkehrswesen. Die 1935 eröffnete Lkw-tüchtige Autobahn von Serravalle – heute in die A7 Mailand–Genua integriert - galt einst als die modernste Bergautobahn überhaupt. In den 70er-Jahren, als die Container nach Italien kamen, tauchten in Genua dann auch die ersten Fuhrunternehmer auf, die sich auf entsprechende Transporte spezialisierten. Einer von ihnen war Aldo Spinelli.

Er begann 1963 mit dem Transport von Holz, doch schon bald wurde ihm die Bedeutung des Containers für die Zukunft des Transportwesens klar. Deshalb passte Spinelli seine Auflieger für die Beförderung von Containern an, und in den Jahren darauf schaffte er Flächen für die Lagerung und die Reparatur der Container, entwickelte Kombiterminals und erwarb Hafenkai-Konzessionen. „Heute übernimmt die Spinelli-Gruppe die gesamte Container-Landtransportkette, vom Hafenkai bis hin zum Empfänger“, sagt Valentino Caviglia, der Verantwortliche des Unternehmens für das Fuhrgeschäft.



Neben dem reinen Transportgeschäft hat Spinelli auch ein intensives Kombitransportgeschäft Straße/Schiene entwickelt. Es basiert auf Blockzügen, die die Häfen von Genua, La Spezia, Livorno und Ravenna mit den Inlandsterminals von Arluno (Mailand), Dinazzano (Reggio Emilia) und Padua verbinden. Doch der Lkw ist stets das Hauptinstrument des Unternehmens. So zählt die Flotte von Spinelli heute 300 firmeneigene Sattelzugmaschienen plus ebenso viele von Unternehmen, die ausschließlich für den Genueser Konzern arbeiten. Hinzu kommen 350 Containerauflieger. „Die Verwaltung einer eigenen Flotte ist im Containergeschäft wesentlich, da man so eine direkte Kontrolle über die Tätigkeiten behält. In vielen Fällen verlangen unsere Kunden dies als Voraussetzung für die Zusammenarbeit“, erklärt Caviglia.

Die Auftraggeber von Spinelli sind die im Italiengeschäft tätigen Schifffahrtsunternehmen, darunter die drei weltgrößten. Das globale Containerhandling ist eine komplexe Maschinerie, die große Präzision und Schnelligkeit beim Be- und Entladen der Schiffe und bei der Lieferung auf der letzten Meile erfordert. Deshalb haben die Reeder sehr präzise Anforderungen, wie Cavaglia betont: „Die Container dürfen nicht lange in den Häfen warten, und die Sendungen müssen pünktlich beim Empfänger ankommen. Bei diesem Mechanismus sind die Landtransportvorgänge von wesentlicher Bedeutung, weshalb ihre Qualität von den Schifffahrtsunternehmen laufend überwacht wird. Für einen Straßentransporteur bedeutet das, stets Pünktlichkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.“

Diese Anforderungen haben zu einer Selektion unter den Containertransportunternehmen geführt, doch noch immer ist die Branche relativ stark fragmentiert: Neben den drei führenden Unternehmen (darunter die Spinelli-Gruppe) sind noch Dutzende von kleinen Unternehmen mit Flotten von 15 bis 30 Lkw tätig. „Diese Situation schafft einen starken Wettbewerb, der häufig auf die Tarife drückt. Um ihr entgegenzutreten, müssen die Produktivität der Lkw erhöht und die Kosten stets unter Kontrolle gehalten werden“, sagt Cavaglia.

Daher hat Spinelli ein umfangreiches Flottenerneuerungsprogramm gestartet, um die Leistungen hinsichtlich Verbrauch, Umweltverträglichkeit und Sicherheit zu verbessern. „Alleine in den vergangenen zwei Jahren haben wir 200 neue Zugmaschinen angeschafft, und im Fuhrpark gibt es jetzt nur noch Euro V- und Euro VI-Motoren. Dieses Programm wird fortgesetzt, und wir können ruhigen Gewissens behaupten, dass wir eines der wenigen italienischen Containerfuhrunternehmen sind, die ihre Flotten nicht nur verbessern, sondern auch vergrößern“, erklärt Caviglia. „Die beiden wichtigsten Kriterien bei der Fahrzeugwahl sind Verbrauch und Zuverlässigkeit.“


Die besseren Argumente. Zuverlässigkeit und Verbrauch waren für Spinelli ausschlaggebend bei der Entscheidung für den neuen Actros.

Für den Kauf des letzten Loses von 50 Fahrzeugen hat Spinelli mehrere Wochen lang einige Zugmaschinen anderer Marken mit ähnlichen Leistungen unter realen Einsatzbedingungen getestet und dabei laufend die Verbrauchswerte analysiert. „Wir haben diesen Test auf den anspruchsvollsten Strecken durchgeführt, die gleichzeitig die häufigsten sind: jene zwischen den Häfen von Genua und La Spezia und den Terminals im Norden. Hierzu müssen die Lkw Autobahn-Bergpässe wie Cisa, Giovi oder Turchino überqueren“, sagt Cavaglia.

Am Ende hat Spinelli einen Kaufvertrag über 50 Actros 1845 LS mit Euro VI unterzeichnet. „Dieses Modell hat in der Testphase ausgezeichnete Ergebnisse geliefert, die auch in den anschließenden Monaten bestätigt wurden“, so Cavaglia. Um optimale Verbrauchsleistungen zu erzielen, sind diese Actros mit Predictive Powertrain Control (PPC) ausgestattet. „PPC in Kombination mit Eco Roll ist wie gemacht für die Bergautobahnstrecken, die unsere Lkw täglich zurücklegen. Wir haben festgestellt, dass sie eine erhebliche Verbrauchsreduzierung ermöglichen.“

Junge, technologisch fortschrittliche Fahrzeuge zu verwenden, ist der wichtigste Schritt, um die Betriebskosten der Flotte unter Kontrolle zu behalten, aber nicht der einzige. So verfolgt Spinelli eine Gesamtstrategie, die auch ein komplettes Wartungspaket, das Flottenmanagement mittels FleetBoard und die von der Profit Academy angebotenen Kurse für wirtschaftliches Fahren umfasst. Cavaglia: „Wir setzen seit geraumer Zeit FleetBoard ein und integrieren laufend neue Funktionen, um die Kontrolle der Flotte zu verbessern. Wir haben auch die EcoTraining-Kurse in unser Fahrerschulungsprogramm aufgenommen – die erste Bilanz ist positiv. Natürlich verfolgt Spinelli mit besonderer Aufmerksamkeit alle den Kraftstoffverbrauch betreffenden Aspekte und bietet den Fahrern, die die besten Ergebnisse erzielen, eine monatliche Prämie.“

Fotos: Michele Latorre


Kontakt

Valentino Caviglia, Gruppo Spinelli
Tel.: +39/01065701
E-Mail: info@gruppospinelli.com

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