Tierfutterbetrieb ForFarmers nutzt Actros mit FleetBoard

Wirtschaft & Logistik

„The Total Feed Business“.

So lautet der Slogan von ForFamers. Logistikleiter Frank van Kerkhof erläutert, was in der Tierfutterbranche zählt und welche Rollen der Actros und FleetBoard für das Unternehmen spielen.

8,9 Millionen Tonnen Tierfutter schlägt ForFarmers im Jahr um – in einem schrumpfenden Markt behauptet sich das Unternehmen dank ausgefeilter Logistik.
 

„Im Grunde sind wir in einem schrumpfenden Markt tätig“, sagt Frank van Kerkhof, Logistikleiter der ForFarmers Group. „Aber dass wir mit gewissen Herausforderungen konfrontiert werden, ist nichts Neues.“ Sein Unternehmen operiert international im Bereich konventioneller und biologischer Futtermittel für die Viehwirtschaft, liefert aber auch Handelsprodukte für den Acker- und Weidebau und bietet seinen Kunden Know-how und Beratung zu Ernährung, Tierhaltung und Geschäftsfeldentwicklung. „Angefangen haben wir ursprünglich in der Region Achterhoek als Bauerngenossenschaft, die gegründet wurde, um für den Einkauf die Kräfte zu bündeln. Daraus ist später ForFarmers entstanden, und inzwischen haben wir auch Niederlassungen in England, Deutschland und Belgien.“

Da sie in einem Markt mit kleinen Margen operieren, sind die logistischen Herausforderungen, mit denen Frank van Kerkhof und sein Team konfrontiert werden, größer: „Selbstverständlich versuchen wir, alle Abläufe möglichst effizient zu gestalten. So haben wir in den vergangenen Jahren große Veränderungen durchgeführt, zum Beispiel bei unserem Planungsmodell. Die Strecken der Trucks von den verschiedenen Standorten unseres Fuhrparks überschnitten sich nämlich, wodurch die Trucks nicht optimal eingesetzt wurden. Die Fahrer aus den verschiedenen Regionen begegneten sich sozusagen unterwegs, grüßten kurz und fuhren weiter. Es wäre naheliegend gewesen, die regionale Planung abzuschaffen und alles zentral zu steuern.“

 
 

Doch dann haben sich die Spezialisten bei ForFarmers etwas eingehender mit der Materie befasst und herausgefunden, dass es einen wichtigen Grund für die Anwendung dieser Methode gab. „Die Abstimmung zwischen Produktion und Transport erfordert größte Genauigkeit, vor allem bei vielen kurzen Fahrten in der Region“, erklärt Van Kerkhof. „Wenn man diese Fahrten zentral plant, kann man nicht mehr auf Tuchfühlung mit der Region bleiben. Wir mussten also besonders intensiv nachdenken. Die Lösung war ein hybrides Modell, bei dem beide Vorteile erhalten blieben: nach Möglichkeit erfolgt die Planung lokal, und die lokal geplanten Fahrten werden zentral intelligent miteinander kombiniert.“

So konnten die Fuhrparks mit sich überschneidenden Strecken verkleinert werden. Gleichzeitig wuchs der Umschlag, ohne dass die Abstimmung zwischen Produktion und Transport darunter leidet. „Alle unsere lokalen und zentralen Planer arbeiten in ein und demselben Transport-Management-System, sodass alle sehen können, was ihre Kollegen tun“, sagt Van Kerkhof. „Dieses hybride Modell funktioniert hervorragend, und wir sparen bei der Logistik viel Geld ein. Außerdem werden die Leerfahrten in den Niederlanden so auf ein absolutes Mindestmaß reduziert.“

 
Riesige Umschlagmengen. Die Integration von Schiffs- und Landverkehren ist mit entscheidend für die Logistik von ForFarmer – hier werden am Hauptsitz in Lochem Rohstoffe zur Weiterverarbeitung entladen.
Riesige Umschlagmengen. Die Integration von Schiffs- und Landverkehren ist mit entscheidend für die Logistik von ForFarmer – hier werden am Hauptsitz in Lochem Rohstoffe zur Weiterverarbeitung entladen.
Lösungen für Landwirte. ForFarmers hat sich als Dienstleister rund ums Viehfutter positioniert – für die Anlieferung verfügt das Unternehmen über eine große Flotte an Silozügen.
Lösungen für Landwirte. ForFarmers hat sich als Dienstleister rund ums Viehfutter positioniert – für die Anlieferung verfügt das Unternehmen über eine große Flotte an Silozügen.
 

FleetBoard unterstützt das Unternehmen dabei, seine Logistik weiter zu optimieren. „Wir benutzen für fast alles, was wir tun, SAP, und glücklicherweise lässt sich das hervorragend mit FleetBoard kombinieren“, erläutert Logistikleiter Van Kerkhof. „So regeln wir zum Beispiel die Aufträge für unsere Fahrer über FleetBoard, und wir koppeln die Zeiterfassung an unsere Lohnbuchhaltung. Außerdem hilft uns die Einsatzanalyse dabei, den Kraftstoffverbrauch zu senken, unter anderem indem wir mit unserer FleetBoard Drivers’ Challenge eine Art Wettkampf daraus machen. Das unterstützt uns beim Erreichen unseres Ziels, den Kraftstoffverbrauch zu senken und Tierfutter auf nachhaltige Art und Weise zu transportieren.“

Ebenso wichtig findet Frank van Kerkhof die Verlässlichkeit von FleetBoard, gerade auch im Hinblick auf seine zukünftige Verfügbarkeit: „Wir möchten nicht das Risiko eingehen, ein System einzuführen, das anschließend vom Markt genommen wird. Ich weiß da eben, dass ich mich in dieser Hinsicht auf Daimler verlassen kann.“

Der Fuhrpark von ForFarmers umfasst rund 320 eigene Lkw, von denen ein Drittel von Mercedes-Benz geliefert wurde. Van Kerkhof: „In diesem Jahr stellen wir 29 Actros Trucks in Dienst, von denen 16 in England eingesetzt werden. Wir wollten daraus gerne einen Corporate-Deal machen, und bei Mercedes-Benz Niederlande war man bereit, uns hierbei zu beraten und die Sache über die Landesgrenzen hinaus zu betrachten. Wir wurden hervorragend unterstützt, zum Beispiel beim Beantragen der Zulassung in England. Was das betrifft, war England übrigens ein sehr schöner Testfall für die Qualität der Trucks, den Händlerverband und die Module Service und Uptime von FleetBoard. Wenn ein Truck einen Defekt hat, erhält er den Status Vehicle off Road, kurz VOR – dann muss der Fehler erst behoben werden, bevor der Truck wieder eingesetzt wird.“

Zuvor war ForFarmers mit seinen Mercedes-Benz Trucks noch nicht in England unterwegs gewesen. „Zu unserem großen Ärger fielen 2015 schon in den ersten fünf Monaten in England 1.000 VOR-Tage an. Das entspricht im Grunde genommen drei Fahrzeugen, die ein Jahr lang stillstehen. Wir glauben, dass wir diese Anzahl mit Mercedes-Benz stark verringern können, und diese Überzeugung war einer der Gründe für unseren Wechsel. Dank der Qualität der Fahrzeuge und der optimalen Planung der Wartung mit FleetBoard sollte es möglich sein, die Anzahl von VOR-Tagen auf höchstens 20 im Monat zu senken. Also rund 200 VOR-Tage im Jahr, anstatt 1.000 in weniger als einem halben Jahr. In Mercedes-Benz haben wir einen Partner gefunden, der Komplettlösungen anvisiert und der sich gemeinsam mit uns für das Erreichen unserer Ziele engagiert.“

www.forfarmers.eu

Fotografie: MCR