Herzlichen Glückwunsch! Team Polen gewinnt die „Global TechMasters Truck 2019“

Dienstleistung

Ready, Set, Service!

Die „Global TechMasters Truck 2019“ – hier treten die besten Mercedes-Benz Techniker, Berater und Teileverkäufer gegeneinander an. Bei einer Weltmeisterschaft, die diesen Namen verdient hat.

Champions! Das Team aus Polen um Coach Andrzej Stawski (M.) holte sich nicht nur den Sonderpreis für den schnellsten „Pit Stop“, sondern auch den Gesamtsieg.

„Kneif mich mal, damit ich glaube, dass das wahr ist!“, sagt Andrzej Stawski und grinst bis über beide Ohren. Ja, es ist wahr! Team Polen hat die „Global TechMasters Truck 2019“ gewonnen, die Kundenservice-Weltmeisterschaften von Customer Services & Parts Mercedes‑Benz Trucks, alle zwei Jahre ausgetragen in Stuttgart. Andrzej Stawski, der jetzt sichtbar ergriffen den silbernen Pokal in Händen hält, war als Coach seines Teams am Start. Das Siegerfoto mit der fünfköpfigen Equipe und, Ehrensache, Polens rotweißer Landesflagge ist bereits im Kasten.


In Vorentscheiden qualifiziert.

Zwei aufregende Tage liegen hinter den elf Teams, die ins Training Center von Mercedes-Benz gekommen sind: aus Brasilien, Deutschland, Finnland und Griechenland, aus Italien, Österreich und Rumänien, aus Russland, der Schweiz, der Türkei – und aus Polen. Stawski und die übrigen Coaches sind in ihren Ländern als Techniktrainer im Einsatz. Die anderen Teilnehmer haben sich in nationalen Vorentscheiden qualifiziert und arbeiten in Mercedes-Benz Werkstätten: als Serviceberater, Teile- und Zubehörverkäufer, Diagnose- oder Wartungstechniker.

Auf diese Jobprofile sind die Aufgaben zugeschnitten, die es in Stuttgart zu lösen gilt. Zum Beispiel die praktische Prüfung, mit der die WM, rund 36 Stunden vor der Siegerehrung, für Team Polen beginnt. In einer Werkstatthalle leuchtet Wartungstechniker Sebastian Duda mit einer Taschenlampe  den Motorraum eines weißen Actros 1845 aus. Von der Scheuerstelle an einer Bremsleitung bis hin zur Undichtigkeit an der Hydraulikanlage haben die Prüfer zehn Mängel in den Lkw „geschmuggelt“ – und Duda muss sie aufspüren.


Genau hinschauen. Die Wartungs- und Diagnosetechniker mussten Mängel finden, die die Prüfer – ihrerseits TruckTrainer und Werkstattberater – in einem Actros versteckt hatten.
Genau hinschauen. Die Wartungs- und Diagnosetechniker mussten Mängel finden, die die Prüfer – ihrerseits TruckTrainer und Werkstattberater – in einem Actros versteckt hatten.

„In der Beratung ebenso wie in der Werkstatt und auch draußen beim Service24h brauchen wir topqualifizierte und motivierte Leute.“

–  Sibylle Bauder, Leiterin Mercedes-Benz TruckTraining Customer Services & Parts


Harte Prüfungen – wie im Alltag.

Derweil beugt sich Diagnosetechniker Jacek Littek über einen Bildschirm. Ihm obliegt es, einer nachgestellten Kundenbeanstandung auf den Grund zu gehen: Die Schaltzeiten beim Beschleunigen sind zu lang, bei Fahrten bergab überschreitet der Lkw zeitweise das gesetzte Maximal-Tempo. 60 Minuten hat das Duo Zeit. An eine mobile Trennwand projiziert, läuft die Uhr rückwärts. Jenseits der Wand arbeitet das finnische Team an derselben Aufgabe.

„Die Fälle, die wir hier konstruiert haben, können den Technikern jederzeit auch im Alltag begegnen“, sagt Andreas Körner. Der Teamleiter bei Mercedes-Benz TruckTraining war an der Konzeption der Prüfungen beteiligt. Augenzwinkernd fügt er hinzu: „Wir präsentieren den Teilnehmern die Mängel am Lkw aber nicht auf dem Silbertablett, schließlich ist das hier eine Weltmeisterschaft!“ Mit anderen Worten: Die Teilnehmer sollen zeigen, was sie draufhaben – und dabei nicht zuletzt Mannschaftsgeist beweisen!


Powered by us! Unter diesem Leitsatz geben die Servicekräfte von Mercedes-Benz täglich alles für die Kunden. Herauszufinden, wem das am besten gelingt, war eines der Ziele der Weltmeisterschaften.

Was das heißt, lässt sich gut beim „Pit Stop“ beobachten, wo die Schlagschrauber rattern und sich die Teilnehmer Kommandos zurufen. Hier müssen alle gemeinsam anpacken und sich untereinander koordinieren. Es gilt, die beiden inneren Räder an der Hinterachse eines Actros zu wechseln. Wieder geht es gegen die Uhr – schließlich sind auch die Echteinsätze, denen diese Challenge nachempfunden ist, so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen. Bei Einhaltung aller Vorgaben zur Verkehrs- und Arbeitssicherheit, sonst gibt es Zeitstrafen.

Hier treten die Polen zeitgleich mit den Russen an – und mit den Österreichern. Die haben sich in einem „Trainingslager“ drei Tage lang vorbereitet. Trotzdem sind sie – wie alle Teams in Stuttgart – mit einer gehörigen Portion Spaß bei der Sache. „Ich seh es maximal olympisch“, sagt Serviceberater Armin Schett. „Wenn’s nicht zu einem Platz auf dem Podest reicht, geht die Welt davon auch nicht unter.“ Am Ende landet das Quintett auf einem guten Mittelfeldplatz.


Viele Pokale. Neben dem besten Team wurden auch Sieger in den Jobprofilen gekürt. Es gab je einmal Gold für Brasilien, Italien, Polen und Rumänien.

„Bei den Global TechMasters haben alle gewonnen!“

–  Sibylle Bauder, Leiterin Mercedes-Benz TruckTraining Customer Services & Parts


Die Aufgabe, die Armin Schett und die Serviceberater aus den anderen Ländern absolvieren müssen, ist nicht minder knifflig als der Radwechsel: Am Schreibtisch sitzt jeder Prüfling einem „Kunden“ gegenüber – der unter anderem einen Defekt im Antriebsstrang seines Lkw schildert – und muss damit souverän und kundenorientiert umgehen. Inwieweit er es unter Wettbewerbsbedingungen hinkriegt, die passenden Antworten zu geben und die richtigen Rückfragen zu stellen, das beurteilt ein Prüfer. Er verfolgt das Beratungs-Rollenspiel aus nächster Nähe und macht sich laufend Notizen.

Gerade diese Aufgabe verdeutlicht aufs Beste, worum es bei den Global TechMasters geht: „In der Beratung ebenso wie in der Werkstatt und beim Service24h brauchen wir topqualifizierte und topmotivierte Leute“, sagt Sibylle Bauder, die als Leiterin von Mercedes-Benz TruckTraining Customer Services & Parts für die WM verantwortlich ist. „Wir sind überzeugt: So ein Wettbewerb gibt einen gehörigen Schub in diese Richtung. Den Teilnehmern selbst und ihren Kolleginnen und Kollegen, die ebenfalls über die Veranstaltung Bescheid wissen!“ Deshalb steht am Ende fest: Bei den Global TechMasters hat es klare Sieger gegeben – aber gewonnen haben alle!



Fotos: Lisa Joechler

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