Adventsaktion 2017

0 von 3

Fünf neue Arocs 4745 für die Abbruchfirma Jan Knijnenburg B.V.

Wirtschaft & Logistik

Zukunft im Blick.

Vor 100 Jahren wurde die Abbruchfirma Jan Knijnenburg B.V. gegründet. Auch im Jubiläumsjahr will man sich weiter verbessern – unter anderem mit fünf innovativen Arocs 4745 LK 10x4.

98 Prozent des CO₂-Ausstoßes erfolgt bei der Jan Knijnenburg B.V. durch den Fuhr- und Maschinenpark – hier setzt das Unternehmen den Hebel für besseren Klimaschutz an.

Was einem beim Betreten von Jan Knijnenburgs Büro als erstes auffällt, sind die gerahmten ADO Den Haag Mannschafts-T-Shirts seines Sohns Geoffrey. Der ehemalige Stürmer des Fußballvereins ist nach seiner aktiven Laufbahn als Profispieler endgültig in das Unternehmen eingestiegen, und zwar sehr erfolgreich. Geoffrey beschäftigt sich innerhalb der Jan Knijnenburg B.V. viel mit CSR (Corporate Social Responsibility), denn in diesem Bereich ließ (und lässt) sich noch eine Menge gewinnen.

„Bei den zahlreichen Containertransporten, dem vielen Material, das bei Abbrucharbeiten anfällt, und dem Boden, den wir bearbeiten und abtragen, bieten sich ständig ideale Möglichkeiten zur Verbesserung. Wir hatten uns schon eine ganze Weile damit befasst, wollten uns darin nun aber wirklich unterscheiden“, so Vater und Sohn, die ständig gegenseitig ihre Sätze beenden, wenn es um diesen Aspekt der Unternehmensführung geht.


„Wir haben bei den Abbrucharbeiten schon immer auf Nachhaltigkeit geachtet“, erzählt Geoffrey begeistert. „Trennung, Wiederverwertung und Verkauf der anfallenden Abfälle war für uns nichts Neues – im Unterschied zur CO2-Reduzierung, die eine ganz andere Sache ist. Wir wollten dabei schnell vorankommen und wirklich etwas schaffen. Genau zu dieser Zeit trafen wir auf einem Seminar jemanden, der uns weiterhelfen konnte. Er hat uns unter anderem von der sogenannten CO2-Leistungsskala von Prorail erzählt, und dank seines Know-hows und harter Arbeit haben wir inzwischen die oberste Stufe erreicht: Niveau 5. Das ist ein Muss, wenn man in den Niederlanden ernsthaft bei großen Ausschreibungen im Bereich Infrastruktur mitbieten möchte.“
Um dieses hohe Niveau zu erreichen und zu halten, ist man bei der Jan Knijnenburg B.V. Tag für Tag mit dieser Materie beschäftigt. Dabei werden zahlreiche Erkenntnisse gewonnen, die zum Teil offensichtlich, zum Teil aber auch überraschend sind.

Geoffrey erklärt: „Wir fanden zum Beispiel nach und nach heraus, dass satte 98 Prozent unseres gesamten CO2-Ausstoßes von unseren Maschinen und Fahrzeugen stammen. 98 Prozent! Die übrigen zwei Prozent sind unter anderem auf die Beleuchtung unseres Büros und der Baucontainer zurückzuführen. Zwar kann man dafür LED-Lampen benutzen, aber einen großen Unterschied macht das nicht. Weil jede kleine Verbesserung zählt, machen wir das natürlich trotzdem, doch den größten positiven Effekt erzielen wir für unser Unternehmen und die Umwelt mit der Kraftstoffeinsparung.“


Robuster Auftritt. Der Arocs-Fünfachs-Kipper wird viel bei Erdarbeiten eingesetzt und muss jeden Tag herausragende Leistungen erbringen.
Robuster Auftritt. Der Arocs-Fünfachs-Kipper wird viel bei Erdarbeiten eingesetzt und muss jeden Tag herausragende Leistungen erbringen.
Spezielle Konfiguration. Der Arocs 4745 LK 10x4 wurde extra für den niederländischen Markt entwickelt – seine kompakte Bauweise ermöglicht eine Gesamtgewicht von 47 Tonnen.
Spezielle Konfiguration. Der Arocs 4745 LK 10x4 wurde extra für den niederländischen Markt entwickelt – seine kompakte Bauweise ermöglicht eine Gesamtgewicht von 47 Tonnen.

„Das müssen wir aber schon allen im Unternehmen bewusst machen“, fügt Jan hinzu. „Wir beschäftigen derzeit 40 Fahrer und die müssen wir alle davon überzeugen, dass sie, wann immer möglich, den Motor abschalten.“
„Das Anpassen ihrer Höchstgeschwindigkeit ist noch viel wichtiger“, wirft Geoffrey ein. „Für jeden Kilometer, den man unter 90 km/h fährt, sinkt der CO2-Ausstoß nämlich um ein ganzes Prozent. Wenn wir die Fahrten gut planen, erreichen unsere Fahrer mit 85 km/h ihr Ziel auch noch rechtzeitig. Das ist also etwas, womit wir sehr viel bewirken können, wenn alle im Unternehmen es beherzigen.“

Das Zauberwort des Transportsektors ist gefallen: planen. Die Planung ist eine eigene Disziplin, bei der zahlreiche Variable eine Rolle spielen. Auch in diesem Bereich möchte die Jan Knijnenburg B.V. sich profilieren, und zwar durch eine Unternehmens-App, die einen Einblick in den Arbeitstag jedes Fahrers verschafft. So können bei Bedarf rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden.

„Mit der App können wir die Fahrer im Auge behalten und prüfen, ob die Disponierung noch optimiert werden kann“, erläutert Jan. „Läuft es besser als gedacht und kann der Fahrer eine weitere Fahrt übernehmen? Oder wird es knapp und müssen andere Lösungen gefunden werden? Das ist für uns sehr praktisch, und was noch wichtiger ist: Es ist auch praktisch für unsere Kunden. In unseren Branchen, also dem Bau und dem Transportwesen, spielt das Timing nämlich eine große Rolle. In neun von zehn Fällen sind wir das Glied einer ganzen Kette. Wenn zum Beispiel eines unserer mit Asphalt beladenen Fahrzeuge Verspätung hat, muss der Straßenbauer informiert werden, für den wir unterwegs sind, damit er das Arbeitstempo etwas verlangsamen kann, sodass unsere verzögerte Ladung buchstäblich nahtlos an das bereits asphaltierte Stück anschließt. Und genau für diese kleinen aber wichtigen Dinge ist unsere App gedacht. Transparenz und Effizienz!“

Geoffrey ergänzt: „Uns ist klar, dass wir mit vielen dieser Dinge den Entwicklungen vorgreifen. Aber das möchten wir auch! Wir haben diesen Weg eingeschlagen, weil wir Maßstäbe setzen wollen, sodass Auftraggeber nicht mehr ohne uns auskommen – oder auskommen möchten.“



Dass es der Jan Knijnenburg B.V. damit ernst ist, beweist auch die Strategie in Bezug auf den Fuhrpark. So hat das Unternehmen kürzlich fünf sparsame Arocs 4745 LK 10x4-Fünfachser bestellt. Es ist ein speziell für den niederländischen Markt entwickelter Truck, der dank der zusätzlichen Achse, des abweichenden Vorderachsabstands und seines Radstands ein zulässiges Gesamtgewicht von satten 47 Tonnen hat. Da der Abstand zwischen den beiden Vorderachsen mehr als 1,80 Meter beträgt, können sie mit jeweils zehn Tonnen belastet werden. Die drei Hinterachsen liegen näher beieinander, wodurch der Truck kompakt bleibt und die drei Achsen gemeinsam eine Tragfähigkeit von 27 Tonnen haben. So sinkt das Eigengewicht deutlich, und die Nettonutzlast lässt sich mit der eines 50-Tonners vergleichen. Weil die Luftfederung automatisch für eine günstige Achslastverteilung sorgt, eignet sich der Truck perfekt für Kippaufbauten. Dass die Wahl auf den Arocs 4745 LK 10x4 Fünfachser fiel, ist denn auch kaum überraschend.

Jan: „In unserer Branche wird den Fahrzeugen sehr viel abverlangt, denn sie werden nicht nur intensiv genutzt sondern auch stark belastet. Unter anderem dank der zusätzlichen Achse ist der Arocs-Fünfachser für unsere Zwecke hervorragend geeignet. Wir haben die mit Überdruck ausgestatteten Fahrerhäuser absichtlich nicht isolieren lassen, weil diese Fahrzeuge speziell für Sand- und Erdtransporte eingesetzt werden sollen.“ Auch der Qualität wegen würde er sich wieder für Mercedes-Benz entscheiden: „Die Fahrzeuge sind einfach unglaublich robust. Sie sind wirklich stark und sehen auch nach langer Zeit noch gut aus. Reparaturen lassen wir übrigens von der Mercedes-Benz Dealerbedrijven B.V. ausführen. Früher hatten wir eine eigene Werkstatt, aber mit Blick auf das hohe Tempo der technologischen Entwicklungen überlassen wir diese Arbeiten nun lieber den Experten.“


Mit den fünf Arocs zieht nun auch FleetBoard ins Unternehmen ein. „Auch das ist natürlich etwas, was uns beim Erreichen unserer Ziele enorm helfen kann“, erläutert Geoffrey. „Der Zeitpunkt war einfach gekommen, um Erfahrungen mit diesem System zu sammeln und zu prüfen, wie wir davon profitieren können. Und wer weiß, vielleicht statten wir bei dem allmählichen Austausch unseres Fuhrparks all unsere Trucks mit diesem System aus.“

Eine Entwicklung, über die sich Tamara Knijnenburg zweifellos freuen würde, schließlich ist sie als drittes Mitglied der Geschäftsleitung und Mitinhaberin für die Einnahmen und Ausgaben des Unternehmens verantwortlich. Und in einem Sektor, in dem Ausschreibungen an der Tagesordnung sind, freut man sich über jede Einsparung.

Fotos: MCR

4 Kommentare

RoadStars Driver
Als in Deutschland die Vierachser aufkamen, fand ich die Fahrzeuge schon wuchtig kompakt. Diese 5-Achser setzen noch eins drauf.
Warum gibt es in Deutschland keine 5-Achser?
Was bedeutet die Anmerkung in obigem Artikel: "Wir haben die mit Überdruck ausgestatteten Fahrerhäuser...."
Was ist ein Fahrerhaus mit Überdruck?
Gruß
Klaus
Text übersetzen
RoadStars Driver
Danke für die Info, wie ist das mit der Zulassung in Deutschland?
Text übersetzen
Gelöschter Benutzer
Ich war 3 Jahre bei einem B.V. Fuhrunternehmer in den Niedelanden beschäftigt. Werde diese tolle Zeit nicht vermissen. Leider nicht auf diesen Fahrzeugen (war ich immer davon fasziniert) sondern auf SZM (ACTROS) und Kühler. Frage mich immer wieder, wie die Ingenieure die geballte Technik und Power auf den Bauraum beschränken können...
Text übersetzen
RoadStars Driver
schaut gut aus
Text übersetzen